Organisationsbeobachtung und Kanban

Ansatz

Organisationen werden als soziale Systeme beobachtet, die sich durch Entscheidungen beziehungsweise Entscheidungskommunikationen reproduzieren. Strukturen stabilisieren Erwartungen für weitere Entscheidungen.

Organisationen beobachten durch ihre Operationen

Beobachtung operiert durch Unterscheidung und Bezeichnung. Was dabei als Information relevant wird, entscheidet sich in anschließender Kommunikation.

Gestaltung verändert Anschlussmöglichkeiten

Kanban-Praktiken werden nicht als fertiges Betriebsmodell eingeführt. Sie dienen als Interventionen, die Kommunikation, Entscheidungen und Lernschleifen ermöglichen.

Beobachten

Systemtheoretische Beobachtung beschreibt, wie in Systemen kommuniziert wird, welche Erwartungen existieren und wie Entscheidungen begünstigt oder behindert werden.

Gestalten

Kanban macht Arbeit und Blockaden sichtbar, implementiert beobachtbare Rückkopplungsschleifen und verändert damit die Bedingungen für anschließende Entscheidungen.

Prinzipien

Veränderung als Evolution

Jede Organisation kann nur vom aktuellen Zustand geändert werden.

Phänomene vor Lösungen

Zuerst wird beschrieben, was beobachtbar geschieht und wie die Organisation darauf reagiert.

Interventionen als Hypothesen

Jede Veränderung wird als prüfbare Annahme mit begrenzter Reichweite behandelt.

Evolution statt Revolution

Tragfähige Strukturen entstehen in kleinen, beobachtbaren Veränderungen. Rückkopplungsschleifen schaffen wiederkehrende Möglichkeiten zur Selbstbeobachtung und für anschließende Entscheidungen.